Frühlingskorb mit Narzissen

Kaum zeigt das Thermometer über 10 Grad und die Sonne scheint, fangen bei jedem Hobbygärtner die Hände an zu kribbeln. Supermärkte und Gartencenter unterstützen dann die Sehnsucht, indem sie schon jetzt blühende Blumen im Sortiment haben. 

Doch bei aller Liebe zum Gärtnern, ein großer Teil der Frühlingsblumen müssen in dieser Zeit vor Kälte und Frost geschützt werden. Zuerst ein paar sonnige, warme Tage – letzten Sonntag wieder gut 15 cm Schnee und diese Woche strenger Frost mit Nacht Temperaturen von minus 10 Grad. Da ergibt es wenig Sinn Bellis, Vergissmeinnicht, Primeln oder Hornveilchen ins Freie zu setzen. Man könnte sie jetzt mit Vlies oder Jute abdecken oder ihnen einfach einen Karton überstülpen, wie viele Gartenforen raten. Die sicherste Lösung ist allerdings – vernünftig bleiben und abwarten bis die Frostgefahr vorüber ist.  

Doch hier hat die Natur ein Trostpflaster parat, denn sie hat robuste Pflanzen geschaffen und Krokusse, Muscari und Narzissen kommen auch mit Frost klar. Damit die Terrasse nicht mehr grau und kahl ist, habe ich mir im Gartencenter mit Narzissen und Muscari den Frühling nach Hause geholt. Den Drahtkorb habe ich mit einem Jutesack ausgelegt, was nicht nur hübsch aussieht, sondern die Zwiebel bei minus 10 Grad auch schützt. Sie kommen aus dem Gewächshaus und müssen sich an die niedrigeren Temperaturen erst gewöhnen. Zur dekorativen Ansicht wird Moos in die Zwischenräume der Pflanzen gelegt und mit Federn, Palmkätzchen und Wachteleier geschmückt. Wenn die Blumen nach der Blütezeit welk werden, kann man sie einfach mit einer anderen Sorte ersetzen und die abgeblühten in den Garten setzen, damit sie nächstes Jahr erneut blühen.